Seide

  

... seit mehr als 5000 Jahren begehrenswert.

 

Auch in unserer Produktion hat Seide einen sehr hohen Stellenwert. So ist auch in diesem

Glossar der Beschreibungsumfang von Seide sehr ausführlich. Weitere Infos zum Thema Seide finden Sie auch unter www.arthul-plus.de

 

 

Kokons von Bombyx mori

 

 

DIE GESCHICHTE DER SEIDE

 

 In den Jahren 206 v.Chr. bis 220 n.Chr. herrschte im damaligen China die Han-Dynastie. Unter Kaiser Han expandierte das Kaiserreich weit nach Westen. Der Handel mit dem Westen begann schon bald zu florieren und insbesondere waren es Luxusgüter wie Gewürze, Gold und Silber, Glas, Keramik, Edelsteine, Tee und Samen exotischer Pflanzen - und Seide.

Alexander der Grosse hatte die Bedeutung der Seidenstrasse für die Wirtschaft erkannt, nachdem er 327 v.Chr. die Gebiete Persiens erobert hatte. Er besiegelte mit den Skythen ein Handelsabkommen, so dass die Karawanen ungehindert deren Reich passieren konnten.

Mit dem expandierenden Römischen Reich wurde der Handel mit dem Osten ausgebaut. Eine riesige Seidenproduktion im Osten steht einer grossen Nachfrage im Westen gegenüber. So gelangten immer mehr Seidenerzeugnisse ins Römische Reich, denn unter Kaiser Augustus (63 v.Chr. - 14 n.Chr.) konnte sich die römische Wohlstandsgesellschaft allen erdenklichen Luxus leisten, auch Kleider aus chinesischer Seide. Der römische Schriftsteller und Philosoph Seneca (1 n.Chr. - 65 n.Chr.) formulierte dies so:" … nur damit unsere Frauen der Öffentlichkeit genauso viel von sich zu sehen geben, wie den Ehebrechern im Schlafzimmer…"

 Die Seidengewinnung war bis ins 5. Jahrhundert ein chinesisches Monopol und wurde streng geheim gehalten.

 

So gelangte die Seidenraupe in den Westen

 

In einem Bericht des Mönches Xuan Zang, der den Winter 644/645 in Khotan verbrachte, ist überliefert: - Man hörte, dass ein Land im Osten Maulbeerbäume und Seidenraupen besitzen würde. Deshalb sandte man eine Gefolgschaft nach China, um von der Seidenkunst zu erfahren. Doch der chinesische Kaiser bewahrte das Geheimnis und liess daraufhin die Grenzen noch strenger bewachen und erliess weitere noch strengere Verbote Maulbeersamen und Maulbeerspinnereier auszuführen. Der König von Khotan bat daraufhin eine Prinzessi n, in Khotan gäbe es weder Maulbeerbäume noch Seidenraupen. Um in Seidengewändern gehen zu können, müsse die Prinzessin Samen und Eier nach Khotan mitbringen. Als die Prinzessin davon erfuhr, beschaffte sie sich heimlich Maulbeersamen und Seidenspinnereier und versteckte sie in ihrer hochgesteckten Frisur. An der Grenzstadion angekommen wurde sie gründlich untersucht, doch niemand wagte es sich an ihrer Frisur zu vergreifen.

 - Eine zweite Quelle berichtet, dass zwei christliche Mönche Mitte des 6. Jahrhunderts Maulbeersamen und Seidenspinnereier in ihren Wanderstöcken von Xinjang nach Konstantinopel geschmuggelt haben.

 

Ab dem 10. Jahrhundert gab es Raupenzuchten auch in Spanien, Frankreich, Italien und Sizilien.

 

 

                                                                                                                                                                   Strukturbeispiel Seide

Veränderungen im 7. bis 13. Jahrhundert

 

Die Ausdehnung der islamischen Völker in dieser Zeit veränderte zahlreiche Wegenetze der Seidenstrasse, die nun von den Arabern kontrolliert wurde. Gleichzeitig entwickelten sich die Seewege von der südchinesischen Stadt Kanton (Guangzhaou) zum Mittleren Osten und der Handel auf der Seidenstrasse erlitt eine Flaute. Er blühte wieder auf, nachdem die Mongolen unter Dschingis Khan am Anfang des 13. Jahrhunderts das Chinesische Reich überfallen hatten. Sie gewährten den Karawanen Schutz und tauschten Seide gegen Edelsteine, Sklaven und Düfte. Auch Europa, insbesondere die italienischen Händler, zeigten damals wieder Interesse an der Seidenstrasse.

Wegen der starken Machtposition der Türken und Araber nutzten venezianische Kaufleute wie Maffeo und Niccolo Polo, sowie der berühmte Marco Polo, vor allem den nördlichen Teil der Seidenstrasse durch das Mongolische Reich.

Ab dem 14. Jahrhundert wurde das Reisen auf der Seidenstrasse immer gefährlicher und unwirtschaftlicher. Und so verlagerte sich der Handel vom Land auf die Seewege. Die Seidenstrasse verlor an Bedeutung.

 

Erst heute ist das Interesse an der Seidenstrasse wieder erweckt - und Sie haben die Möglichkeit auf deren Pfaden zu wandeln.

 

 

DIE SEIDENSTRASSE

 

 

                                                                                                                                                            Seidenstrasse ca.18. Jahrhundert

 

Der Mythos von Karawanen, edlen Stoffe und orientalischen Gewürzen Ferdinand Freiherr von Richthofen, Geologe und Chinareisender schuf den Begriff "Seidenstrassen", nachdem er zwischen 1868 und 1872 China mehrmals bereiste, um die Geographie des Landes zu erforschen. Hintergrund war, dass schon während seiner Chinareisen zahlreiche Archäologen Seidenfragmente an unterschiedlichsten Stellen gefunden hatten. Da etliche dieser Funde über 5.000 Jahre alt waren, ist Seide wohl bereits seit Jahrtausenden ein wichtigstes Handelsgut.

 

Die Seidenstrasse gilt als die älteste Karawanenstrasse der Menschheit. Sie führt über 7.000 km von Xi'an, der Hauptstadt der chinesischen Han-Dynastie, nach Antakya in der Türkei und weiter nach Italien. Die Seidenstrasse ist keine durchgehende Handelsstrasse, sondern splittet sich in mehrere Teilstücke auf. Sie ist ein Netz aus Strassen und Wegen, das sich durch (heutige) Länder wie China, Indien, Pakistan, Afghanistan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan, Irak, Iran, Türkei bis nach Italien erstreckt. Auf der Seidenstrasse waren Karawanen mit bis zu tausend Kamelen unterwegs. Sandstürme, Wassermangel, Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht von 40 Grad Celsius, sowie Wegelagerer und Diebesbanden machten den Händlern zu schaffen. Menschen- und tierfeindliche Gebiete wie die Taklamakan-Wüste waren als "Todespisten" verschrien. Auch Krankheiten wurden damals über die Seidenstrasse ausgebreitet. So erreichte etwa Anfang des 14. Jahrhunderts die Beulenpest zunächst den Westen Chinas, später von der Krim ausgehend ganz Europa. Die krankheitstragenden Flöhe saßen in den Pelzen, die von den Karawanen auf der Seidenstrasse befördert wurden.

 

Weltreligionen wie Buddhismus, Hinduismus, Judentum, das nestorianische Christentum, verbreiteten sich durch das Netz der Seidenstrasse ebenso Papier, Geldscheine und vielerlei Erfindungen. Für einen einzelnen Menschen war es zu beschwerlich, die gesamte Seidenstrasse zu bereisen. So bewegten sich die Händler nur auf Teilstrecken und gaben die Waren etappenweise an den nächsten Händler weiter, was natürlich die Warenpreise immer wieder erhöhte. Insgesamt dauerte der Transport auf der Seidenstrasse von China zum Mittelmeerraum ungefähr zwei bis drei Jahre.

 

 

 

DER SEIDENFADEN

 

   

Attacus atlas Raupe beim Spinnen      Seidenspinnerraupe spinnt Kokon

 

Wie entsteht der Seidenfaden?

 

Jeder Seidenfaden besteht aus zwei Einzelfäden, die in zwei Spinnorganen am Unterkiefer der Raupe erzeugt werden. Ja, Seidenraupen spinnen mit dem Mund, nicht mit dem Po wie Spinnen. Die beiden Einzelfäden bestehen jeweils aus Fibroin, einer hochpolymeren eiweisshaltigen Substanz, und sind von einer klebrigen Schicht umhüllt, dem löslichen Sericin (Seidenbast).

In der grossen Spinndrüse (Spinneret) werden die beiden Einzelfäden zu einem einzigen Seidenfaden vereint und versponnen. Der Seidenfaden erhärtet sofort beim Austreten, wenn er Kontakt mit der Luft hat. Da das Spinneret der Seidenraupe Bombyx mori eine perfekte Dreiecksform hat, ist auch ihr Seidenfaden von perfekter dreieckiger Form. Darum kann sich das Licht am Seidenfaden wie an einem Prisma brechen, was den berühmten Glanz der Seide hervorruft.

 

Andere Seidenspinner, wie etwa der Attacus atlas, besitzen kein solch perfekt dreieckiges Spinneret – folglich ist ihr Seidenfaden auch nicht perfekt dreieckig und glänzt weniger.

 

So wird der Seidenfaden gewonnen

 

Bei der industriellen Seidengewinnung werden zunächst die Kokons im Vorspinnbecken der Hasplerei mit heissem Dampf bedampft und in Wasser gekocht. Dabei wird das den Seidenfaden umhüllende Sericin weich. Gleichzeitig wird die Puppe im Innern des Kokons getötet.

Im nächsten Arbeitsschritt werden die Kokons in einem Wasserbecken von Bürstensystemen von der Flockseide (die lose, äussere, unregelmässig gesponnene Schichten am Kokon) befreit. Dabei wird auch der Anfang des abhaspelbaren Fadens gefunden. Die so vorbereiteten Kokons gelangen nun in das Spinnbecken. Da der einzelne Seidenfaden für eine Weiterverarbeitung viel zu dünn ist, werden dort je nach gewünschtem Feinheitsgrad des Endprodukts die einzelnen Fäden der Kokons abgezogen (abgehaspelt) und auf einem „Rad“ zu einem Strang zusammengeführt.

 

Schon gewusst?

 

Von einem Kokon kann nur ein 800–1200 m langer ununterbrochener Faden von dieser hervorragenden Qualität gewonnen werden. Der restliche Teil des bis zu 4000 m langen Fadens eines Kokons wird als wertvolles „Abfallstück“ zu Schappe oder Bourette-Seide verarbeitet.

 

Von der Rohseide zum Rohgewebe

 

Diese Rohseide oder Haspelseide wird Grège genannt. Im nächsten Arbeitsschritt werden einzelne Grège-Fäden zusammengedreht oder verzwirnt. Dabei bestimmen die Anzahl der Fäden, die Drehrichtung, die Feinheit und Festigkeit der Einzelfäden die Eigenschaften des späteren Rohgewebes. Schließlich werden die Seidenzwirne entbastet. Dazu muss die lösliche Schicht der Fäden durch erneutes Kochen in mit Waschsoda versetztem Wasser gelöst und entfernt werden.

Durch die Entbastung werden die Trageeigenschaften bestimmt. Nicht entbastete Seide ist hart, teilweise entbastete Seide ist weicher und vollständig entbastete Seide hat den typischen Seidenglanz. Das Entbasten muss grundsätzlich am verzwirnten Faden erfolgen, da die vorab vom Sericin befreiten Fibrion Einzelfäden ihren Zusammenhalt und damit ihre Eigenschaften zur Weiterverarbeitung verlieren würden. Durch das Entbasten verliert der Seidenfaden ungefähr 20–30 % an Gewicht. Dieser Gewichtsverlust wird durch die Anlagerung von Metallsalzen oder Kunstharzen wieder ausgeglichen.

 

 

AHIMSA-SEIDE

 

Friedensseide oder Peace Silk 

 

    Offener Kokon - Falter ist geschlüpft

 

Die feinen, edlen Seidenstoffe verdanken wir der Seidenraupe. Jede der zahlreichen Seidenraupenarten liefert das Ausgangsmaterial für eine ganz bestimmte Seide. Die bekannteste und am weitesten verbreitete Seidenraupe ist die des Maulbeerspinners Bombyx mori. Die Raupe frisst pausenlos 28–38 Tage lang, wird ständig größer und muss sich mehrmals häuten. Hat sie ihre endgültige Größe erreicht, spinnt sie einen Kokon aus Seide um ihren Körper. Bei der Produktion dieses Seidenfadens verbraucht die Seidenraupe fast die Hälfte ihrer Körpermasse. Im Innern des Kokons verwandelt sich die Raupe während der Metamorphose über ein Puppenstadium in einen kleinen Falter. Nach 10–15 Tagen „brennt“ der schlupfbereite Maulbeerspinner mithilfe eines Sekretes ein kleines „Schlupfloch“ in den Kokon, über den er seine Behausung verlässt. Der Kokon ist an dieser Stelle nicht zerstört, sondern der Faden ist gebrochen und erfordert eine andere Art der Weiterverarbeitung. Maulbeerspinner suchen dann rasch einen Partner: Sie paaren sich und während das Weibchen vor ihrem Tod noch Zeit hat, 300–500 Eier zu legen, stirbt das Männchen sofort danach. Aus den Eiern schlüpfen die Raupen der nächsten Generationen, deren einzige Beschäftigung das Fressen ist. Schon seit Menschengedenken werden in Indien (Tassar) die Kokons „wilder“ Tussah-Seidenspinner gesammelt, aus denen der Falter bereits geschlüpft ist. Diese wird deshalb auch als Wildseide bezeichnet. Die industrielle Seidenproduktion jedoch läuft anders ab. Man möchte schliesslich den kompletten kostbaren Faden gewinnen, der nicht durch ein aufgelöstes Schlupfloch unterbrochen ist. Deshalb werden die Kokons (mit den darin enthaltenen Seidenpuppen) gekocht oder bedampft, noch bevor der Falter schlüpfen kann!!! Auf diese Weise sterben pro Kilogramm Seide zwischen 6000 und 10000 Seidenfalter in ihrem Kokon. AHIMSA-SEIDE – eine friedliche Alternative.

Eine Alternative zu dieser mörderischen Produktionsweise ist die sogenannte AHIMSA-SEIDE. Ahimsa ist ein Begriff aus dem Sanskrit und der buddhistischen Lehre und bedeutet frei übersetzt: „Nicht-Verletzen“. Inspiriert durch Mahatma Gandhis Philosophie der Gewaltlosigkeit forschte der indische Ingenieur Kusuma Rajaiah mehrere Jahre lang nach einer ethisch und wirtschaftlich vertretbaren Methode, Seide ohne das Abtöten der Seidenpuppen zu gewinnen. Nach seiner Methode wird der Seidenfaden nach herkömmlicher Haltung der Seidenraupen erst vom Kokon abgewickelt, nachdem der Falter geschlüpft ist. Weil der Faden unterbrochen ist, ist das Abwickeln (Abhaspeln) des Kokons allerdings schwieriger. Dieser Seidenfaden wird maschinell versponnen und verwebt. Das Ergebnis sind Garne und Stoffe aus Maulbeerseide, die zwar weniger glänzen und weniger fein als auf herkömmlichen Weg gewonnene Seiden sind, die aber ihre Liebhaber bis nach Hollywood gefunden haben. Die aufwändigere Gewinnung und Verarbeitung erklärt den höheren Preis der Ahimsa-Seide.

Übrigens: Ahimsa-Seide hat nichts mit dem Begriff Ökoseide und Umwelt- und Sozialsiegeln zu tun.

 

 

 

HABEN SIE GEWUSST, dass  

 

… Seide im Vergleich zu Baumwolle und Wolle eine sehr geringe Dichte hat und dadurch sehr leicht ist? Dies erklärt den hohen Tragekomfort.

 

… Seide die reissfesteste Naturfaser ist? Ein Seidenfaden ist ungefähr fünfmal stärker als ein gleichdicker Stahlfaden. Darum wird Seide auch als „Fallschirmseide“ oder für schusssichere Westen genutzt.

 

… die militärischen Erfolge Dschingis Khans und den Mongolen auch auf das Tragen von Seidenbekleidung zurückzuführen sind? Diese sehr leichten Rüstungen konnten kaum von Pfeilen durchstoßen werden – falls dies doch der Fall war, wirkte die Seide antiseptisch und wundheilend.

 

… Seide dasselbe Protein wie unsere Haut besitzt? Darum trägt sich Seide wie eine zweite Haut so angenehm und darum wird in der Medizin mit Seidenfäden „genäht“, die nicht vom Körper abgestossen werden.

 

… Seide sehr formbeständig, elastisch und daher weitgehend knitterfrei ist?

 

… Seide sehr gut vor Kälte isoliert und Feuchtigkeit absorbiert? Diese Eigenschaften werden bei exquisiten Bettdecken, Hochgebirgsjacken, Schlafsäcken und Handschuhen genutzt.

 

… Seide nicht brennbar ist?

 

… Seide gut Farbstoffe aufnimmt, aber sonnenempfindlich ist? Sie kann vergilben und Farben können bei starker Sonneneinstrahlung verblassen.

 

… Seide die am meisten bewachte, am stärksten verteidigte und begehrteste Faser aller Zeiten ist?

 

... trotz modernster Technologien noch keine Kunstfaser mit den Eigenschaften von Seide hergestellt werden kann?

 

     

                      Eier des Seidenspinners                                    Seidenraupe (L3)                  weiblicher Falter Bombyx mori 

 

DAS SOLLTEN SIE WISSEN

 

... Die Seidenraupe des Maulbeerspinners Bombyx mori ist neben der Honigbiene das einzige domestizierte Insekt der Welt, ein „Haustier“ sozusagen. ... Nur 10 g wiegen die Eier von 30 Maulbeerspinnern. Aus diesen schlüpfen 9000–15000 Raupen, die während ihrer rund einmonatigen Entwicklungszeit 400 kg Maulbeerblätter fressen. 9000–15000 Kokons haben ein Gewicht von 11–19 kg und ergeben 1,6–2,8 kg gute Haspelseide. ... Für ein Seidenhemd werden 1000 Kokons benötigt, für eine Seidenkrawatte 300 Kokons.

 

Die Farben der Kokons

Es gibt nicht nur weiße Kokons! Ihr Farbspektrum reicht von Weiss über Gelb, Orange und Grün bis Dunkelbraun. Die meisten Kokons sind allerdings weiss und gelb. Weiss: Dies ist die natürliche Färbung des Fibroins. Sericin ist farblos und transparent. Gelb: Wasserunlösliche Pigmente wie Karotin und Xanthophyll aus dem Blatt des Maulbeerbaums können Sericin gelb färben. Dieses kann verblassen. Grün: Chlorophyll und Flavonderivate im Futter der Raupen können zu grünen Kokons führen. Diese verschiedenen Pigmente werden im letzten Abschnitt der Spinndrüsen dem Sericin zugesetzt, bevor die Raupe den Faden spinnt. Alle Farbpigmente wurden in der Blutflüssigkeit der Raupen nachgewiesen.

 

Übrigens: Für nichtkommerzielle Zwecke können Kokons auch einfach mit Lebensmittelfarben oder Brausepulver gefärbt werden.