Steinnuss (Knöpfe)

 

Beispiele Steinnussknöpfe

 

  Die Steinnuss (Tagua), oder auch Pflanzen-Elfenbein genannt, ist der sehr harte Samen der südamerikanischen Steinnusspalme (Phytelephas macrocarpa). Diese kurzstämmigen Palmen wachsen bevorzugt in Hainen (taguales = Steinnusswälder) in feuchten Standorten in Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Venezuela und Peru in bis zu einer Höhe von 1800 Metern.

   An den weiblichen Pflanzen bilden sich nach sechs bis zwölf- monatiger Reife fünf bis zwanzig Fruchtkolben, in denen sich ungefähr 40 - 60 hühnereigrosse, dünnhäutige mit leicht ledriger Schale umschlossene Nüsse befinden. Die noch weichen Kerne werden in Scheiben geschnitten. Nach dem Austrocknen der Nüsse hält das Material jedem Härtetest stand. Durch diese Eigenschaft erhält die Nuss ihren Namen. Dennoch lässt sich das Material sägen, fräsen und drechseln. Durch eine besondere Färbetechnik können die Nüsse in alle nur erdenklichen Farbnuancen gefärbt werden, ohne ihre einzigartige Struktur und Schattierung zu verlieren. 

 

 

Haben Sie gewusst, dass

 

 

... ursprünglich die Nüsse als Ballast für die aus Amerika zurückkehrenden Schiffe genutzt wurden?

    Schon bald entstanden Firmen, die aus dem pflanzlichen Elfenbein Knöpfe herstellten. Nach dem  

    zweiten Weltkrieg jedoch wurde die Nachfrage nach Taguas geringer, da synthestische Materialien 

    ihren Siegeszug in die Welt der Mode aufnahmen. Ein stärkeres Umweltbewusstsein, bei Produktion

    von Schmuck und Einrichtungsgegenständen ermöglichen der Steinnuss heute ein neues

    Comeback.